
Jod - ein altes, vergessenes Allheilmittel
Heute kontrovers diskutiert. Früher in grosszügiger Menge für alle Arten von Gebrechen angewendet. Unter Ärzten und Heilkundigen kursierte damals der bekannte Leitsatz: „Findest Du bei einem Gebrechen weder Ursache noch Therapie, dann verabreiche Jod!“ Was ist an der Sache dran? Könnte Jod die Antwort auf die Epidemie der Schildrüsenerkrankungen und hormonellen Disbalancen sein - oder gar eine Schlüsselrolle in der Behandlung unzähliger weiterer Gebrechen spielen?
schon sehr lange befasse ich mich intensiv mit dem Thema Jod. Je mehr ich darüber nachforsche, desto dringlicher scheint es mir davon zu berichten.
Ein großer Teil moderner Gesundheitsprobleme könnte nämlich schlicht darauf beruhen, dass wir zu wenig Jod bekommen.
Jod hält die Schilddrüse gesund und aktiv.
Jod regelt den Hormonhaushalt.
Jod entgiftet Fluor, Brom, Chlor, Quecksilber, Blei, Arsen, … .
Jod schützt vor EMF und sogar vor radioaktiver Strahlung.
Jod schützt vor Krebs (insbesondere Brust und Prostata).
Jod beseitigt schädliche Viren, Bakterien, Pilze, Parasiten.
Jod gibt Energie, guten Schlaf, gesundes Hirn, schöne Haut, …
Jod – das unterschätzte Spurenelement
Jod ist ein zentraler Regulator für Energie, Hormone und Zellgesundheit. Wenn Jod fehlt, geraten unzählige biologische Prozesse ins Stocken.
Tatsächlich galt Jod noch vor rund 150 Jahren als eines der bekanntesten und vielseitigsten Heilmittel überhaupt. Unter Ärzten und Heilkundigen kursierte damals der bekannte Leitsatz:
„Findest Du bei einem Gebrechen weder Ursache noch Therapie, dann verabreiche Jod!“
Heute dagegen wird Jod meist nur noch mit der Vorbeugung von Kropf in Verbindung gebracht. Zwar wissen manche Menschen, dass die Schilddrüse Jod benötigt — doch selbst das ist nur ein sehr kleiner Teil der Wahrheit.
Ein essenzielles Spurenelement für den ganzen Körper
Jod ist ein lebenswichtiges Spurenelement, das weit über die Schilddrüse hinaus benötigt wird. Besonders abhängig von einer guten Versorgung sind:
- Magen-Darm-Trakt
- Brustdrüsen
- Eierstöcke
- Prostata
- Gehirn
- Schilddrüse
- Nebennieren
- Haut
Ein Mangel kann sich in zahlreichen Beschwerden äußern, darunter:
Müdigkeit, Gedächtnis- und Konzentrationsprobleme, Infektanfälligkeit, Schlafstörungen, Depression, erhöhte Giftstoffbelastung, Gewichtszunahme, Unfruchtbarkeit, Haarausfall, schlechte Wundheilung, ADHS, Kopfschmerzen, Fibromyalgie, Augenprobleme sowie erhöhtes Risiko für verschiedene Krebsarten (insbesondere Brust und Prostata).
Die fast vergessene Erfolgsgeschichte des Jods
Die Geschichte des Jods gehört zu den größten Erfolgen der Medizin — und zugleich zu ihren stillen Rückschritten.
1811 entdeckte Bernard Courtois Jod zufällig bei der Verarbeitung von Seetang. Bereits wenige Jahre später entwickelte der französische Arzt Jean Lugol die bis heute bekannte Lugol’sche Lösung (5 % Jod, 10 % Kaliumjodid), die über Jahrzehnte breit therapeutisch eingesetzt wurde.
Schon 1819 behandelte Jean-François Coindet erfolgreich Kropfpatienten mit relativ hohen Joddosen. Spätere große Studien bestätigten die enorme Wirksamkeit bei der Prävention von Kropf und geistigen Entwicklungsstörungen.
In vielen Ländern verschwand der endemische Kropf dadurch fast vollständig.
Der schleichende Rückgang der Jodversorgung
Ab den 1960er- bis 1980er-Jahren kam es jedoch zu tiefgreifenden Veränderungen in der Lebensmittelproduktion:
- Jod wurde zunehmend aus Brotprozessen entfernt
- Bromverbindungen ersetzten jodhaltige Backhilfsmittel
- der Jodgehalt in Milchprodukten sank
- nicht jodiertes Salz wurde in der Industrie bevorzugt
- gleichzeitig stieg die Belastung mit konkurrierenden Halogenen
Heute sind weltweit wieder über 2 Milliarden Menschen von Jodmangel betroffen.
Mich wundert deshalb sehr, warum Jod heute so selten empfohlen wird. In manchen Berichten wird es sogar regelrecht schlecht dargestellt — und das ohne überzeugende wissenschaftliche Grundlage.
Die Frage drängt sich auf, ob wirtschaftliche Interessen hier eine Rolle spielen, etwa zugunsten lebenslanger Behandlungen mit synthetischen Schilddrüsenhormonen.
Jod und andere Halogene
Im Körper konkurriert Jod mit anderen Halogenen. Je geringer das Atomgewicht, desto reaktiver das Element:
- Fluor: 18,99
- Chlor: 35,45
- Brom: 79,90
- Jod: 126,70
Fluor, Chlor und Brom können Jod aus seinen Bindungsstellen verdrängen und so funktionellen Jodmangel begünstigen.
Offizielle Zufuhrempfehlungen – weit daneben?
WHO und DGE empfehlen:
- Erwachsene: etwa 200 µg täglich
- Schwangere/Stillende: bis 260 µg
Diese Mengen orientieren sich jedoch primär daran, Kropfbildung zu verhindern — nicht daran, den gesamten Körper optimal zu versorgen.
Viele Experten vertreten daher die Ansicht, dass der tatsächliche Bedarf bedeutend höher liegt, insbesondere bei therapeutischer Anwendung.
Historisch lag die übliche Behandlungsdosis in den 1930er-Jahren bei Jodmangel zwischen 300 mg und 1 g täglich. (nicht meine Empfehlung! Die folgt weiter unten)
Jod als Entgifter
Ein besonders interessanter Punkt:
Jod nutzt im Körper dieselben Rezeptoren wie Fluorid, Bromid und Chlorid. Höhere Jodzufuhren können daher helfen, diese Stoffe zu verdrängen.
Auch eine erhöhte Ausscheidung bestimmter Schwermetalle wie Quecksilber, Blei und Arsen wird in Studien beschrieben.
Darüber hinaus werden Jod folgende Eigenschaften zugeschrieben:
- antibakteriell
- antiviral
- antiparasitär
- antimykotisch
- zellregulatorisch
Deshalb ist Jod ein fester Bestandteil unseres Detox-Programms.
Zitate:
„Fluorid verursacht mehr menschlichen Krebs – und das schneller – als jede andere Chemikalie.“
– Dean Burk, ehem. leitender Chemiker, U.S. National Cancer Institute
„Es gibt immer mehr Beweise dafür, dass Menschen gesünder wären und seltener an Krebs oder Brustkrankheiten litten, wenn sie mehr Jod zu sich nähmen.“
– Dr. Donald W. Miller Jr., MD
„Die Brust benötigt Jod für ihre normale Funktion und zum Schutz vor Brustkrebs. Hohe Bromidwerte im Brustgewebe konkurrieren mit Jod und behindern seine schützende Wirkung.“
– Dr. Guy E. Abraham, MD
„Jod ist wahrscheinlich das wirksamste bekannte natürliche Mittel zur Vorbeugung vieler Krebsarten.“
– Dr. David M. Derry, MD, PhD
„Jod bewirkt auch den programmierten Zelltod (Apoptose).“
– Dr. Donald W. Miller Jr., MD
„Jod in der extrazellulären Flüssigkeit ist das wichtigste Überwachungssystem für abnorme Zellen… In der richtigen Dosierung kann es alle Veränderungen bis hin zum Carcinoma in situ rückgängig machen.“
– Dr. David M. Derry, MD, PhD
„Dr. Abraham schlägt vor, dass die optimale Joddosis etwa 12,5 mg täglich beträgt – das ist 100-fach höher als die empfohlene Tagesdosis… Viele Patienten berichten von einer deutlichen Verbesserung ihrer Symptome.“
– Dr. Michael B. Schachter, MD
„Von allen lebensnotwendigen Spurenelementen ist Jod das am meisten missverstandene und gefürchtete – dabei ist es zugleich das sicherste. Es kann bedenkenlos über lange Zeiträume hinweg in Dosierungen bis zu 100.000-fach der RDA gegeben werden.“
– Dr. David Brownstein
„Jod ist für die normale Funktion jeder einzelnen Körperzelle erforderlich.“
– Dr. Guy E. Abraham, MD
„Wenn ich aus der ganzheitlichen Medizin nur eine einzige Therapie behalten dürfte, dann wäre es Jod.“
– Dr. David Brownstein
„Unsere moderne Landwirtschaft hat den Kalium- und Jodgehalt unserer Nahrung gesenkt – genau die Mineralien, die für die Krebsprävention am wichtigsten sind.“
– Dr. Max Gerson
„Jod ist das wichtigste Element für Patienten mit Lyme-Borreliose.“
– Dr. Dietrich Klinghardt
„Jod ist eine der stärksten antimikrobiellen Substanzen, die der Medizin bekannt sind.“
– Dr. Mark Sircus
„Jod wirkt wie ein metabolischer Schalter: Ist genügend vorhanden, laufen viele biologische Prozesse wieder richtig.“
Praktischer Hinweis zu Lugol
Lugol’sche Lösung 5% hat sich über viele Jahre für therapeutische Anwendungen und Jod-Supplementierung bewährt.
Ein Tropfen enthält:
- 2,5 mg elementares Jod
- 3,75 mg Jodid
- gesamt: 6,25 mg Jod
Eine bewährte Dosierung:
- Erhaltung: 3–4 Tropfen pro Woche
- Therapie: 3–4 Tropfen täglich (im Zusammenhang mit Detox)
Höhere Dosierungen gehören in fachkundige Begleitung — insbesondere bei Hashimoto.
Der wohl kompetenteste amerikanische Experte Dr. Brownstein meint, dass der entgiftende Effekt erst richtig ab einer 15mg Dosierung eintritt.
Bei nuklearer Belastung werden übrigens kurzfristig sehr hohe Dosen (ca. 130 mg / 20 Tropfen) eingesetzt, um die Schilddrüse zu sättigen und somit zu schützen.
Wer sicher sein will ob er an Jodmangel leidet, kann das natürlich testen lassen.
Ein einfacher Selbsttest, wie er von Dr. Klinghardt empfohlen wird, geht folgendermassen: Mit 5%iger Lugol’scher Lösung malt man ein etwa 4-5 cm langes Quadrat auf die Haut (z.B Innenarm). Das Jod sollte nach 24 Stunden noch gut sichtbar sein. Je mehr verarmt der Patient an Jod ist, desto schneller verschwindet die Braunfärbung der Haut.
Konkretere Info und Therapievorschläge sowie Bezugsquellen sind nur im Mitgliederbereich ersichtlich.
Die systemische Wirkung von Jod
Genregulation:
Schilddrüsenhormone steuern über sogenannte Thyroid Response Elements (TREs) die Aktivität von über 100 Stoffwechselgenen, darunter solche für Fettsäuresynthese, Energieentkopplung und mitochondriale Funktion.
Insulinsensitivität:
Ein optimaler Jodstatus steht mit verbesserter GLUT4-Translokation und Akt-Signalweg-Aktivierung in Verbindung, was die Insulinempfindlichkeit unterstützen kann.
Antioxidativer Schutz:
Molekulares Jod (I₂) gilt als eines der ursprünglichsten Antioxidantien. Es neutralisiert reaktive Sauerstoffspezies und kann gleichzeitig körpereigene antioxidative Enzyme wie SOD3, GPx4 und Peroxiredoxine hochregulieren.
Programmierter Zelltod:
Jod kann apoptotische Prozesse über mitochondriale Mechanismen beeinflussen, unter anderem durch Veränderungen im Bcl-2/Bax-Gleichgewicht, wodurch geschädigte oder entartete Zellen leichter in den programmierten Zelltod übergehen können.
Gehirn und Nervensystem:
Das Gehirn gehört zu den Organen mit besonders hohem Bedarf an Schilddrüsenhormonen und damit indirekt an Jod. Rund 60–70 % des aktiven Schilddrüsenhormons T3 entstehen lokal in Geweben wie Gehirn, Herz und Muskulatur durch Umwandlung von T4. Diese lokale Produktion erlaubt es dem Gehirn, seinen Energieverbrauch und Stoffwechsel sehr fein zu regulieren.
Während Schwangerschaft und früher Kindheit ist Jod entscheidend für Gehirnentwicklung, Synapsenbildung und Myelinisierung der Nervenbahnen. Schon leichter Jodmangel kann messbare Auswirkungen auf Lernfähigkeit, Gedächtnis und IQ haben. Auch im Erwachsenenalter beeinflusst Jod über die Schilddrüsenhormone Neuroplastizität, Energieproduktion in Nervenzellen und den Schutz vor oxidativem Stress.
Fortpflanzung und Hormone:
• Bei Männern wird Jodmangel mit niedrigeren Testosteron-, LH- und FSH-Spiegeln in Verbindung gebracht.
• Die Eierstöcke gehören zu den jodreichsten Organen; Defizite werden mit Ovulationsstörungen und PCOS in Zusammenhang diskutiert.
• Die Wachstumshormon-Achse (IGF-1) ist ebenfalls von einer ausreichenden Schilddrüsenfunktion abhängig.
• Während der Schwangerschaft steigt der Jodbedarf um etwa 50 %.
Brustgewebe:
Die Brustdrüsen gehören zu den Geweben mit der höchsten Fähigkeit, Jod zu konzentrieren. Während der Stillzeit kann das Brustgewebe Jod bis zu 40-fach gegenüber dem Blut anreichern, um den Säugling über die Muttermilch mit etwa 150–300 µg Jod pro Liter zu versorgen.
Dabei nutzt die Brust ein spezielles Lactoperoxidase-System, das aus Jod antimikrobielle Verbindungen bildet und so die Milch vor Keimen schützt.
Studien zeigen, dass Jod im Brustgewebe wachstumsregulierende und antioxidative Effekte entfalten kann. In Untersuchungen zu fibrozystischen Brustveränderungen verbesserten sich die Symptome bei 70–74 % der Frauen unter moderater Jodzufuhr von 3 – 6 mg pro Tag. Iodolipide wirken entzündungshemmend und können das Zellwachstum regulieren.
Prostata:
Auch die Prostata besitzt Transportmechanismen, um sowohl Iodid als auch molekulares Jod aufzunehmen. Dort wird Jod vor allem für antioxidativen Schutz, Zellregulation und Entzündungshemmung genutzt.
Gleichzeitig kann Jod über mitochondriale Mechanismen apoptotische Prozesse in entarteten Zellen fördern.
Ein weiterer möglicher Effekt betrifft die Regulation des Prostatawachstums: In einigen Untersuchungen konnte eine verbesserte Harnflussrate sowie eine Abnahme von PSA-Werten bei Männern mit gutartiger Prostatavergrößerung beobachtet werden, wenn ausreichend Jod verfügbar war.
Magenschleimhaut:
Die Magenschleimhaut enthält Jodkonzentrationen, die etwa 30-fach höher als im Blut sein können. Dort wirkt Jod sowohl als Antioxidans als auch als Teil eines peroxidasebasierten Abwehrsystems gegen Mikroorganismen, unter anderem gegen Helicobacter pylori.
Immunsystem:
Im Immunsystem nutzen Phagozyten Jod über Peroxidase-Systeme zur Abwehr von Krankheitserregern. Freies Jod wirkt breit antimikrobiell gegen Bakterien, Viren, Pilze und Protozoen und kann sogar in Biofilme eindringen, die für viele andere antimikrobielle Substanzen schwer zugänglich sind.
Jod/Lugol sollte aus vielfachen Gründen in keiner Hausapotheke fehlen!!